Fragrance Foundation Deutschland e.V.

Maître des Maîtres

Bereits 2003 entwickelte die Qualitätsgemeinschaft first in beauty mit dem „Maître des Parfums“ eine Spitzenausbildung für Duftexperten. Inzwischen gibt es deutschlandweit 74 Maîtres des Parfums, die die Ausbildung zum „Sommelier der Düfte“ durchlaufen haben. Wir sprachen mit Klaus Kobberger, dem Vorsitzenden von first in beauty, über Duft, Luxus, Kompetenz und Verständnis.

Wie entstand die Idee, mit dem Maître des Parfums eine Ausbildung zum „Sommelier der Düfte“ zu entwickeln?
Werte wie Luxus, Individualität, kompromisslose Qualität, Service, ausgezeichnete Beratung und Fachkompetenz sind für uns die Basis unserer täglichen Arbeit. Wer diesen Anspruch glaubhaft vertreten will, benötigt gut ausgebildete Experten, besonders für das Thema Parfum.

Was sind die besonderen Anforderungen an einen Maître des Parfums?
Ernstgemeinte Parfumberatung ist sehr anspruchsvoll. Man braucht daher bestens ausgebildete Profis. Jeder Mensch nimmt Düfte unterschiedlich wahr. Ein Parfumexperte muss daher nicht nur gut riechen können, sondern Parfums und ihren Aufbau auch kennen, vermitteln und beschreiben können.

Was unterscheidet eine gute Duftberaterin von einer hervorragenden?
Ihre Persönlichkeit und die Fähigkeit, zu verstehen und zuzuhören. Bei einer hervorragenden Parfumberatung geht es nicht um den Verkauf eines Produktes, sondern darum, die individuellen Wünsche, Anforderungen und Vorstellungen der Kundin möglichst genau zu verstehen und auf sie einzugehen.

Und wo bleibt das Thema Duft in diesem Prozess?
Das kommt genau hier ins Spiel. Denn mit diesem Wissen die passenden Duftstoffe, Aromen und Essenzen auszuwählen, sie zu kombinieren und die Kundin anschließend aktiv bei der Auswahl ihres ganz persönlichen Lieblingsdufts zu unterstützen, das ist dann die Meisterklasse.

Jährlich wird ein Duftexperte mit dem Titel „Maître des Maîtres des Parfums“ ausgezeichnet, was hat es damit auf sich?
Pestalozzi sagte einmal: „Hundert Menschen schärfen ihren Säbel, Tausende ihre Messer, aber Zehntausende lassen ihren Verstand ungeschärft, weil sie ihn nicht üben.“ Beim „Maître des Maîtres des Parfums“ geht es darum, im sportlichen Wettstreit die eigenen Fähigkeiten zu trainieren und auszubauen. Nur so kann auf Dauer Qualität entstehen.

Konzentriertes Riechen beim Berufswettbewerb
„Maître des Maîtres des Parfums“

Entspanntes Lächeln nach getaner Arbeit –
2010 konnte Julia Falk, ganz rechts,
den begehrten Titel mit nach Baden-Baden nehmen

Fotos: first in beauty/keldenich